Die Odaliske

Die Odaliske Lyrics

Song Die Odaliske
Artist Falkenstein
Album Urdarbrunnen
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[00:32.147] Es harrt auf weichem Purpursamt
[00:36.079] Die jüngste Sklavin ihres Herrn,
[00:40.293] Und unter dunkler Braue flammt
[00:44.206] Ihr Auge, wie ein irrer Stern.
[00:48.397]
[00:48.664] Sie stammt aus jenem Lande nicht,
[00:52.085] Wo ehrbar-blond der Weizen reift,
[00:55.979] Und stachlicht-keusch die Gerste sticht,
[00:59.914] Wenn man sie noch so leise streift.
[01:03.862]
[01:04.370] Sie ist der Feuerzone Kind,
[01:07.988] Wo jede Frucht von selber fällt,
[01:11.951] Weil sie der Baum, der zu geschwind
[01:16.130] Die zweite zeitigt, gar nicht hält.
[01:19.786]
[01:20.033] Sie hat von dem Johannisstrauch
[01:23.968] Die karge Beere nie gepflückt,
[01:27.899] Die, ohne Kraft und ohne Hauch,
[01:32.073] Zur Abwehr gar den Dorn noch zückt.
[01:36.276]
[01:52.013] Doch ward sie oft vom Wein bespritzt,
[01:55.928] Weit himmelan die Rebe drang
[01:59.861] Und dann, vom Sonnenstrahl zerschlitzt,
[02:04.037] Die Traube in der Luft zersprang.
[02:07.699]
[02:07.945] Drum sitzt sie auch nicht seufzend da,
[02:11.877] Nun ihre eigne Stunde naht,
[02:16.058] Sie denkt der Rosen, fern und nah,
[02:19.987] Die sie schon selbst gebrochen hat.
[02:23.920]
[02:24.177] Und sieh, der Pascha tritt herein,
[02:27.834] Zwar ernst und düster, doch nicht alt,
[02:31.773] Und vor ihm her den Becher Wein
[02:35.996] Trägt eines Mohren Nachtgestalt.
[02:39.882]
[02:40.128] Er sieht das Mägdlein lange an,
[02:44.035] Mißt Zug für Zug, und nickt nur still,
[02:47.962] Zum goldnen Becher greift er dann
[02:52.174] Und fragt, ob sie nicht trinken will.
[02:56.370]
[03:12.036] Ihr aber schwillt schon jetzt das Blut
[03:15.984] Bis an der Adern letzten Rand,
[03:20.174] Drum fürchtet sie des Weines Glut,
[03:24.126] Und stößt ihn weg mit ihrer Hand.
[03:27.785]
[03:28.047] Nun weist er stumm den Mohren fort,
[03:31.965] Dem wild das Auge glüht vor Lust,
[03:36.152] Und setzt sich an den weichsten Ort
[03:39.822] Und küßt ihr langsam Mund und Brust.
[03:44.000]
[03:44.259] Und plötzlich dringt ein jäher Schrei
[03:47.930] Von außen ihr ins bange Ohr;
[03:52.078] Sie ruft verstört, was das denn sei?
[03:55.991] Und er versetzt: es starb der Mohr!
[03:59.919]
[04:00.183] Er trank den Wein, den ich dir bot,
[04:03.834] Und wird der Sünde nimmer froh,
[04:08.022] Denn beigemischt war ihm der Tod! -
[04:12.232] Ich prüfe jede Sklavin so!
[00:32.147] Es harrt auf weichem Purpursamt
[00:36.079] Die jü ngste Sklavin ihres Herrn,
[00:40.293] Und unter dunkler Braue flammt
[00:44.206] Ihr Auge, wie ein irrer Stern.
[00:48.397]
[00:48.664] Sie stammt aus jenem Lande nicht,
[00:52.085] Wo ehrbarblond der Weizen reift,
[00:55.979] Und stachlichtkeusch die Gerste sticht,
[00:59.914] Wenn man sie noch so leise streift.
[01:03.862]
[01:04.370] Sie ist der Feuerzone Kind,
[01:07.988] Wo jede Frucht von selber f llt,
[01:11.951] Weil sie der Baum, der zu geschwind
[01:16.130] Die zweite zeitigt, gar nicht h lt.
[01:19.786]
[01:20.033] Sie hat von dem Johannisstrauch
[01:23.968] Die karge Beere nie gepflü ckt,
[01:27.899] Die, ohne Kraft und ohne Hauch,
[01:32.073] Zur Abwehr gar den Dorn noch zü ckt.
[01:36.276]
[01:52.013] Doch ward sie oft vom Wein bespritzt,
[01:55.928] Weit himmelan die Rebe drang
[01:59.861] Und dann, vom Sonnenstrahl zerschlitzt,
[02:04.037] Die Traube in der Luft zersprang.
[02:07.699]
[02:07.945] Drum sitzt sie auch nicht seufzend da,
[02:11.877] Nun ihre eigne Stunde naht,
[02:16.058] Sie denkt der Rosen, fern und nah,
[02:19.987] Die sie schon selbst gebrochen hat.
[02:23.920]
[02:24.177] Und sieh, der Pascha tritt herein,
[02:27.834] Zwar ernst und dü ster, doch nicht alt,
[02:31.773] Und vor ihm her den Becher Wein
[02:35.996] Tr gt eines Mohren Nachtgestalt.
[02:39.882]
[02:40.128] Er sieht das M gdlein lange an,
[02:44.035] Mi t Zug fü r Zug, und nickt nur still,
[02:47.962] Zum goldnen Becher greift er dann
[02:52.174] Und fragt, ob sie nicht trinken will.
[02:56.370]
[03:12.036] Ihr aber schwillt schon jetzt das Blut
[03:15.984] Bis an der Adern letzten Rand,
[03:20.174] Drum fü rchtet sie des Weines Glut,
[03:24.126] Und st t ihn weg mit ihrer Hand.
[03:27.785]
[03:28.047] Nun weist er stumm den Mohren fort,
[03:31.965] Dem wild das Auge glü ht vor Lust,
[03:36.152] Und setzt sich an den weichsten Ort
[03:39.822] Und kü t ihr langsam Mund und Brust.
[03:44.000]
[03:44.259] Und pl tzlich dringt ein j her Schrei
[03:47.930] Von au en ihr ins bange Ohr
[03:52.078] Sie ruft verst rt, was das denn sei?
[03:55.991] Und er versetzt: es starb der Mohr!
[03:59.919]
[04:00.183] Er trank den Wein, den ich dir bot,
[04:03.834] Und wird der Sü nde nimmer froh,
[04:08.022] Denn beigemischt war ihm der Tod!
[04:12.232] Ich prü fe jede Sklavin so!
[00:32.147] Es harrt auf weichem Purpursamt
[00:36.079] Die jü ngste Sklavin ihres Herrn,
[00:40.293] Und unter dunkler Braue flammt
[00:44.206] Ihr Auge, wie ein irrer Stern.
[00:48.397]
[00:48.664] Sie stammt aus jenem Lande nicht,
[00:52.085] Wo ehrbarblond der Weizen reift,
[00:55.979] Und stachlichtkeusch die Gerste sticht,
[00:59.914] Wenn man sie noch so leise streift.
[01:03.862]
[01:04.370] Sie ist der Feuerzone Kind,
[01:07.988] Wo jede Frucht von selber f llt,
[01:11.951] Weil sie der Baum, der zu geschwind
[01:16.130] Die zweite zeitigt, gar nicht h lt.
[01:19.786]
[01:20.033] Sie hat von dem Johannisstrauch
[01:23.968] Die karge Beere nie gepflü ckt,
[01:27.899] Die, ohne Kraft und ohne Hauch,
[01:32.073] Zur Abwehr gar den Dorn noch zü ckt.
[01:36.276]
[01:52.013] Doch ward sie oft vom Wein bespritzt,
[01:55.928] Weit himmelan die Rebe drang
[01:59.861] Und dann, vom Sonnenstrahl zerschlitzt,
[02:04.037] Die Traube in der Luft zersprang.
[02:07.699]
[02:07.945] Drum sitzt sie auch nicht seufzend da,
[02:11.877] Nun ihre eigne Stunde naht,
[02:16.058] Sie denkt der Rosen, fern und nah,
[02:19.987] Die sie schon selbst gebrochen hat.
[02:23.920]
[02:24.177] Und sieh, der Pascha tritt herein,
[02:27.834] Zwar ernst und dü ster, doch nicht alt,
[02:31.773] Und vor ihm her den Becher Wein
[02:35.996] Tr gt eines Mohren Nachtgestalt.
[02:39.882]
[02:40.128] Er sieht das M gdlein lange an,
[02:44.035] Mi t Zug fü r Zug, und nickt nur still,
[02:47.962] Zum goldnen Becher greift er dann
[02:52.174] Und fragt, ob sie nicht trinken will.
[02:56.370]
[03:12.036] Ihr aber schwillt schon jetzt das Blut
[03:15.984] Bis an der Adern letzten Rand,
[03:20.174] Drum fü rchtet sie des Weines Glut,
[03:24.126] Und st t ihn weg mit ihrer Hand.
[03:27.785]
[03:28.047] Nun weist er stumm den Mohren fort,
[03:31.965] Dem wild das Auge glü ht vor Lust,
[03:36.152] Und setzt sich an den weichsten Ort
[03:39.822] Und kü t ihr langsam Mund und Brust.
[03:44.000]
[03:44.259] Und pl tzlich dringt ein j her Schrei
[03:47.930] Von au en ihr ins bange Ohr
[03:52.078] Sie ruft verst rt, was das denn sei?
[03:55.991] Und er versetzt: es starb der Mohr!
[03:59.919]
[04:00.183] Er trank den Wein, den ich dir bot,
[04:03.834] Und wird der Sü nde nimmer froh,
[04:08.022] Denn beigemischt war ihm der Tod!
[04:12.232] Ich prü fe jede Sklavin so!
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