Ich weiss ein grab, nicht fern dem ewigen strom Und ohne prunk in freundlich sanfter grüne. Doch feierlicher als die gruft im dom Umhüllt dies grab erhobenen lebens sühne. Die vögel ziehn hellsingend dort vorbei: Gegrüsst sei grab! – wir wollen von dir zeugen, Hört, erd und wolke, hört: hier starben zwei So stolz und frei kein schicksal konnt sie beugen! Der westwind hemmt betauter schwinge zug: Ich grüss dich grab, euch seelen die hier schlafen! Den stromeskindern raunt mein flicker flug Von eures glückes anbruch, ruhm und hafen. Ich weiss ein grab das fromme sonne schmückt Mit flammenkränzen aus erhabenen räumen Und der gestirne karger schimmer zückt Wie tränen trüb auf jene die dort träumen.