[00:00.129]Verkündigung [00:02.108]Die Worte des Engels [00:08.053]Du bist nicht näher an Gott als wir; [00:11.863]wir sind ihm alle weit. [00:14.691]Aber wunderbar sind dir [00:17.284]die Hände benedeit. [00:19.590]So reifen sie bei keiner Frau, [00:21.900]so schimmernd aus dem Saum: [00:25.191]ich bin der Tag, ich bin der Tau, [00:29.093]du aber bist der Baum. [00:32.645] [00:33.532]Ich bin jetzt matt, mein Weg war weit, [00:36.835]vergieb mir, ich vergaß, [00:38.952]was Er, der groß in Goldgeschmeid [00:40.979]wie in der Sonne saß, [00:42.812]dir künden ließ, du Sinnende, [00:46.450](verwirrt hat mich der Raum). [00:49.797]Sieh: ich bin das Beginnende, [00:55.040]du aber bist der Baum. [00:58.710]Ich spannte meine Schwingen aus [01:00.636]und wurde seltsam weit; [01:02.932]jetzt überfließt dein kleines Haus [01:06.221]von meinem großen Kleid. [01:09.017]Und dennoch bist du so allein [01:10.605]wie nie und schaust mich kaum; [01:15.462]das macht: ich bin ein Hauch im Hain, [01:19.553]du aber bist der Baum. [01:23.374]Die Engel alle bangen so, [01:25.914]lassen einander los: [01:28.517]noch nie war das Verlangen so, [01:31.576]so ungewiss und groß.